Skip to main content

Wassertank

Wie eine Regentonne hat ein Wassertank die Aufgabe, dass aufgesammelte Regenwasser zu speichern und für damit weitere Zwecke zu Verfügung zu stellen. So gibt es unterschiedliche Versionen und unterschiedliche Verwendungen von Wassertanks. Es muss nicht nur immer das Gießwasser sein, welches durch den Wassertank bereitgestellt wird. Häufig kann auch das Regenwasser für die Toilettenspülung im eigenen Haus verwendet werden, um so kostbares Trinkwasser und daher bares Geld zu sparen.

Überblick zum Wassertank

In der Regel werden die Wassertanks in den Gartenboden eingegraben und nehmen somit kaum Platz weg. manche bringen Ihren Wassertank auch im Keller unter, was demnach entsprechende Räumlichkeiten oder Platz voraussetzt. Die früher beliebte Betonzisterne stellt heute den seltensten Fall dar. Das liegt vordergründig an der größeren Verunreinigung gegenüber den schmutzabweisenden Kunststoff-Wassertanks.

Auf dem Markt gibt es eine riesige Auswahl an verschiedenen Varianten und Modellen. Die Wahl des richtigen Wassertanks sollte daher vorher gut überlegt sein, da die Preise typischerweise auch recht hoch sind. Zudem hängt die Wahl des richtigen Wassertanks von vielen weiteren Faktoren ab, die im Vorfeld definitiv abgeklärt werden sollten, um nicht zu viel Geld oder auch Arbeit zu verschwenden. Worauf es letztendlich ankommt, erfahren Sie hier.


Welche Arten zur Regenwasserspeicherung gibt es überhaupt?

Es gibt unterschiedliche Arten, das Regenwasser zu speichern und für seine eigene Verwendung zu nutzen. Dabei stehen einem aber grundsätzlich diese Arten zur Verfügung

  • Die typischste Art und Weise ist natürlich die klassische Regentonne. Meistens in einer runden Form wird diese an ein Fallrohr angeschlossen und erhält so das direkte Regenwasser aus der Regenrinne. Hierbei gibt es verschiedene Varianten aus denen Sie sich die für Sie schönste heraussuchen können.
  • Oberirdische Tanks haben teilweise ein Fassungsvolumen von bis zu 10.000 Liter! Allerdings hat diese Form der Regenwasserspeicherung einen entscheidenden Nachteil: Sie braucht enorm viel Platz.
  • Unterirdische Tanks: Der Vorteil dieser Art liegt auf der Hand. Dadurch dass diese Wassertanks in der Erde vergraben werden, verbrauchen Sie sehr wenig Platz. Man beachte weiterhin, dass es besonders flache Wassertanks auf dem Markt gibt, die dadurch natürlich nicht besonders tief vergraben werden müssen.
  • Es gibt auch einige, die ihre Wassertanks im Keller deponieren. Aber auch hier könnte die Platzproblematik zum Tragen kommen und empfiehlt sich daher nur für Leute, die genügend Platz im Keller haben.
  • Zisternen sind ebenfalls eine Möglichkeit zur Regenwasserspeicherung. Die inzwischen etwas veralteten Zisternen aus Beton werden aus Verschmutzungsgründen teilweise gar nicht mehr so gerne verwendet. Auch hier gibt es inzwischen saubere Alternativen aus Kunststoff.

Welche Größe benötigt man?

Um die optimale Größe Ihres Wassertanks zu berechnen, müssen viele verschiedene Dinge berücksichtigt werden. Welche das sind, haben wir im Folgenden aufgelistet

  • Verwendungszweck – Es ist ein wirklich sehr großer Unterschied, ob Sie Ihren Wassertank nur zur einfachen Gartenbewässerung oder ob Sie das Regenwasser beispielsweise auch für Ihre Toilettenspülung verwenden wollen. Demzufolge sollte Ihr Wassertank entsprechend größer dimensioniert sein.
  • Dachgröße/-fläche – Die Dachfläche bestimmt ganz elementar, wie viel Wasser letztendlich zum Beispiel im Monat überhaupt aufgefangen und somit gespeichert werden kann. Wie man mittels der Dachfläche die optimale Größe ausrechnet, haben wir hier schon einmal bei Regentonnen vorgestellt. Sie können allerdings auch die schöne technische Hilfe auf der Internetseite von GRAF verwenden, falls Sie selbst nicht rechnen wollen
  • Gartenfläche – Logischerweise bestimmt die Größe und der Aufbau Ihres eigenen Gartens, wie viel Wasser Sie letztendlich zum Gießen benötigen. Hier können Sie eventuell auf eigene Erfahrungswerte zurückgreifen, wie viel Sie letztendlich pro Quadratmeter benötigen. Es gibt hier stark variierende Durchschnittsangaben, man kann aber sicherlich von einem Wasserbedarf von 500-600 Litern pro Quadratmeter Garten pro Jahr ausgehen.
  • Bewohneranzahl im Haus – Sollten Sie das Regenwasser nicht nur für die Gartenbewässerung verwenden und zum Beispiel auch die Toiletten-Spülung damit betreiben wollen, dann ist es elementar, wie viele Leute in Ihrem Haus wohnen. Vier Menschen benötigen halt doppelt so viel Wasser bei der Spülung als nur zwei Personen.

Um auch wirklich sicher zu gehen, sollten Sie sich von einem Experten beraten lassen. Die kosten zwar Geld, können Ihnen aber sehr genau ausrechnen, wie groß Ihr Wassertank sein sollte. Ob sich das für Sie dann rechnet, müssen Sie selbst entscheiden. Es gibt natürlich auch sehr viele Leute, die da auf Ihre eigenen Fähigkeiten bei der Kalkulation vertrauen und ebenfalls sehr gute Ergebnisse erzielen.

Tipp – Den Tank nicht zu groß planen. Erstens ist er teurer, aber zweitens und das ist wichtiger, sollte der Tank mehrmals im Jahr überlaufen, damit Schmutzpartikel und Pollen, die an der Wasseroberfläche schweben, ausgeschwemmt werden.

Was sind die Vorteile der unterirdischen Kunststoff-Regenwassertanks?

  • nehmen kaum Platz weg, bzw. in der Erde stören sie nicht
  • großes Fassungsvermögen
  • Kunstoff – geringes Eigengewicht, langlebig, leichter Einbau, wiederverwertbar, lebensmittelecht, schmutzabweisende glatte Oberfläche
  • lässt sich ans Hauswasserwerk anschließen und daher auch die Toilettenspülung betreiben

Welche Wassertanks-Modelle/Arten von Zisternen gibt es?

Es gibt grundsätzlich drei verschiedene Arten von Wassertanks. Um Ihnen einen Einblick in die Kosten zu geben, haben wir Ihnen ein paar Links von Amazon eingefügt. Wir raten Ihnen aber davon ab, alles selbst machen zu wollen. Holen Sie sich lieber die Beratung eines Fachmannes oder lassen Sie den Einbau gleich von einem Fachbetrieb übernehmen. Das ist zwar teurer, spart in der Regel Nerven und reduziert die Fehlerquote drastisch.

Flachtank

Die wohl bekannteste und verbreitetste Variante ist der Flachtank. Dieser ist besonders lukrativ, da dieser nicht sehr tief in die Erde eingegraben werden muss und daher einfacher zu installieren ist.

Runder Wassertank

Als nächstes gibt es den runden Wassertank. Dieser ist aufgrund seiner Größe schon nicht mehr ganz so einfach einzubauen und erfordert ein tieferes Graben. Preislich findet man hier natürlich auch verschiedene Klassen. Billig sollte man dabei nicht ansetzen, denn wie heißte es so schön “Wer billig kauft, der kauft zwei mal”. Sinnvolle Produkt sind erst ab ca. 1.000 Euro zu haben.

Betonzisterne

Betonzisternen gibt es grundsätzlich in drei Ausführungen, die Schachtring-Zisterne, Monolithische Betonzisterne und die zweiteilige Betonzisterne.
  • Die preislich günstigste Variante ist die Schachtring-Zisterne. Diese setzt sich aus einzelnen Schachtringen zusammen, oben befindet sich ein konisch zulaufendes Ende und unten eine Bodenplatte.
  • Das teuerste Modell ist monolithische Zisterne, welche nur aus einem Behälter besteht, an dem die ganzen Anschlüsse bereits dran sind.
  • Die zweiteilige Zisterne hingegen besteht aus einem konischen Endstück und dem gegossenen großen Behälter.

Hinweis: Wenn Sie sich für eine Zisterne entscheiden sollten, dann empfiehlt es sich auf jeden Fall, einen Fachmann hinzuzuziehen. Zisternen werden typischerweise komplett von lokalen Firmen geplant und dann auch eingebaut. Dafür brauchen Sie die direkte Kompetenz vor Ort und können nicht mehr einfach ein entsprechendes Produkt im Internet bestellen und dieses dann selbst installieren. 

Wassertank – Ist ein Filter notwendig?

Ja, unbedingt. Ein Wassertank wird in die Erde gegraben und damit entziehen Sie sich alle Möglichkeiten, diesen öfters direkt zu kontrollieren. Typische Probleme bei der Wasserspeicherung sind Algen, Mückenlarven und auch Bakterien. Algen können aufgrund der fehlenden Sonneneinstrahlung nicht wachsen. Das trifft aber leider nicht auf Bakterien zu. Daher ist ein Filter unbedingt zu verwenden, um schon im Vorfeld das Wasser möglichst sauber zu bekommen bzw. das bereits gespeicherte Wasser zu säubern. Weitere Verschmutzungen, falls diese leicht genug sind und daher nicht auf den Boden sinken, werden durch den Überlauf in die Kanalisation oder zum Versickern weitergeleitet.

Regenwassertank – der Einbau

Der Wassertank wird typischerweise in der Erde im Garten vergraben. Dafür muss ein entsprechend großes Loch ausgehoben werden. Wenn Sie nicht alles selber ausheben und mit einer Schubkarre wegtransportieren möchten, dann empfiehlt es sich definitiv, einen kleineren Bagger für ein paar Stunden oder einen ganzen Tag zu mieten. Damit sparen Sie sich eine Menge Arbeit. Wir raten Ihnen jedoch, eine gute lokale Fachfirma zu beauftragen. Gerade die richtige Dimensionierung und speziell wenn es um einen Anschluss an das Hauswasserwerk geht, erfordert einiges an Fachwissen und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Sollten Sie sich dennoch nicht davon abbringen lassen, dann schauen Sie sich vielleicht erst einmal folgende Videos an, die Ihnen ein Einblick geben, was auf Sie hinzukommt.

Einige Hersteller, zum Beispiel GRAF, bieten bereits online eine Einbauanleitung. Hier können Sie mal einen Blick darauf werfen. Bei den meisten Produkten gehört allerdings auch eine detaillierte Anleitung zur Installation zum Lieferumfang.